Aktionstag des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau
12.04.2026 - 12.04.2026
Live-Goldschmieden auf dem Altstädter Markt und kostenfreie Führung durch die Ausstellungen im Museum
Am Sonntag, dem 12. April 2026, werden Schüler*innen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau von 12 bis 16 Uhr auf dem Altstädter Markt anlässlich der Europäischen Tage des Kunsthandwerks verschiedene Techniken des Goldschmiedehandwerks vorführen, darunter Sägen, Feilen, Hämmern und Wachsschnitzen. Außerdem gibt die Celia Holtzer Stipendiatin Mareike Blume Einblicke in ihr Projekt, in dem sie sich mit dem Verbinden von Glaskunst und Goldschmieden beschäftigt. Celia Holtzer Stipendiat Kai Heck führt das Gravur-Handwerk vor. So entsteht spannender Schmuck zum Bestaunen und Anfassen. Alle Interessierten sind eingeladen, selbst Techniken zu erproben und sich von den Schüler*innen anleiten zu lassen.
Um 15 Uhr führt Viveka Valentin, Goldschmiedemeisterin und Lehrerin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, durch die aktuellen Ausstellungen des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau.
In der Sonderausstellung „Spuren legen. Mit Materialität erzählen“ sind Werke von neun internationalen Künstler*innen zu sehen, die Material als Träger von Botschaften verstehen. Ihr Schmuck lädt dazu ein, unter die Oberfläche zu schauen, über Nachhaltigkeit und Vergänglichkeit nachzudenken. Ein dekonstruiertes Barbiepferd, Modeschmuck aus vergangenen Jahrhunderten, ebenso wie Hufhorn oder Elektroschrott sind Bestandteile der Arbeiten und lassen sich in der Ausstellung entdecken.
Mit der Sammlungspräsentation „Aus dem Depot. Eine Bestandsaufnahme“ zeigt das Haus seine Sammlung und deren Vielfalt. Die Ausstellung verdeutlicht die Entwicklungen von Schmuck nach 1945 auf nationaler wie internationaler Ebene und zeigt anschaulich, wie ein konventionelles Verständnis von Schmuck durch ein künstlerisches erweitert wurde.
In der Foyervitrine wird ein Einblick in das Werk des Schmuckkünstlers Georg Dobler (*1952) gegeben. Minimalistische Formensprache und bewusst gesetzte Farbakzente prägen sein Werk. Bereits in den 1980er Jahren setzt er sich mit Schmuck als Umsetzung einer konzeptuellen Idee auseinander und ergründet tragbare Räume. Parallel dazu fertigt er Naturabgüsse von Pflanzen und Tieren, die die ästhetische Kraft und Vergänglichkeit des Lebens thematisieren.
Die Ausstellung „mitWirkung. Partizipation durch Gestaltung“ präsentiert 40 Arbeiten von Auszubildenden der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, die im Rahmen eines Wettbewerbs entstanden. Wesentlicher Bestandteil des Wettbewerbs ist eine Silber- und Edelsteinspende aus dem Nachlass der Goldschmiedin Ebbe Weiss-Weingart (1923-2019). Die Auszubildenden wurden eingeladen, dieses kulturelle wie materielle Erbe künstlerisch zu transformieren. Die entstandenen Schmuckstücke und Objekte machen persönliche Perspektiven auf Erbe und Verantwortung sichtbar.
Das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau ist ein Museum für Schmuck und Gerät der Gegenwart. Über vier Etagen erstrecken sich Ausstellungen, in denen sich aktuelle Tendenzen im Schmuck und Gerät ablesen lassen.
Das Gold- und Silberschmiedehandwerk ist eines der ältesten Metallhandwerke. Es wurde 2025 in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Der Eintritt und die Führung sind am Sonntag, dem 12. April 2026, kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
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